Welche Heizung?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Beheizung eines Gebäudes:

  1. gar nicht, man baut ein Passivhaus
  2. mit Strom, das darf man dann bloß keinem sagen
  3. mit Öl, dann darf man es zwar sagen, muss sich dann aber auch gleich schämen
  4. mit Gas, in Ordnung wenn man echtes Ökogas nimmt
  5. Wärmepumpe, das ist zwar auch irgendwie Strom, aber je nach Typ (es kommt eigentlich nur Wasser/Wasser in Frage) eine gute Alternative
  6. mit Holz
    – als Stückholz im Kamin
    – als Hackschnitzel, das ist aber für eine Ferienhaus keine echte Alternative
    – als Pelletheizung
  7. mit Fernwärme, bzw. Nahwärme
  8. mit der Sonne

Für unser Objekt gab es nun folgende Randbedingungen:

  • keine Gasleitung in der Nähe
  • natürlich auch keine Fernwärme
  • wir müssen das EEWärmeG einhalten, d.h. ein Anteil der Wärmeenergieversorung muss über erneuerbare Energien erfolgen, Nr. 2 und 3 scheiden damit aus.
    Nr. 3 würde natürlich gehen wenn man Bioheizöl nimmt, aber das tue ich mir nicht an …
  • für eine Wasser-Wasse-Wärmepumpe gab es kein Grundwasser in erreichbarer Tiefe

Es bleiben also noch die Varianten 1 (Passivhaus), 6 (Holz) und 7 (Sonne) übrig.

Unsere Lösung

Natürlich wäre Variante 1 und 7 die elegantesten Lösungen, hier benötigt man kaum gekaufte Energie. Man versorgt sich mehr oder weniger autark.

Das ist auch technisch ohne weiteres umsetzbar, lohnt sich aber leider noch nicht. Noch sind in Deutschland die Energiekosten einfach viel zu niedrig, bzw. die Anschaffungskosten für solche Systeme zu hoch.

Wenn man von ordentlichen Energiepreissteigerungen in den nächsten Jahren ausgeht, mag sich so eine Investition sicherlich rechnen, aber leider nur, wenn man das Haus auch durchgehend nutzt. Bei einem Ferienhaus, ist die Nutzung jedoch erheblich geringer, vor allem in der Jahreszeit in der geheizt werden muss, so dass sich solche Investitionen in 100% Eigenenergie sich meines Erachtens dort nie rechnen werden.

Bildschirmfoto 2014-03-14 um 21.24.43

Also bleibt nur die Variante Holz übrig. Holz hat einen Primärenergiefaktor von ca. 0,2. Das heißt auch Holz hat einen Anteil von 20 % nicht regenerativer Energie. Das ist in der Regel die Energie um das Holz zu fällen, zu bearbeiten und zu transportieren.

Da unser Haus auch heizen soll, wenn wir nicht da sind, brauchen wir eine Lösung, die auch selbstständig funktioniert. So bleibt für uns nur eine Holz-Pellet-Heizung übrig.

Holz Pellets

Also kann man die Art mit der man sein Haus beheizt auch komplett ohne einen Meistertitel des Heizungshandwerks ermitteln, einfach nur durch Ausschlußverfahren.

Das von uns geplante Gebäude hat einen theoretischen maximalen Wärmeenergiebedarf von 9,8 kW* (entspricht 5 ordentlichen Föhn’s). Da wir für die Winterabende noch einen eigenen Holz-Ofen im Wohnzimmer einbauen wollen, werden wir mit unserer Anlage eher unter diesem Wert bleiben. Wenn unsere Heizung nicht mehr reichen sollte, dann legen wir halt ein paar Scheite Holz in den Ofen wenn wir da sind. So ist garantiert, dass die Heizung nicht die ganze Zeit nur im Teillastbereich läuft.

Welchen Typ von Heizung, und wo wir die Pellets lagern weiß ich noch nicht, dies folgt dann in einem anderen Post.

* Dies berechnet man mit  Energieberater-Software. Die Berechnung dauert nicht lang und ist auch gar nicht s schwierig, aber die Software braucht man halt.

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