Baugenehmigung Teil 3

Ursprünglich hatte ich ja nun gehofft, daß nach Teil 1 und Teil 2 wir jetzt endlich die lang ersehnte Zustimmung der Gemeinde zu unserem Bauantrag bekommen würden.

Na ja, so kann man sich irren.

Nach dem Termin bei der Bauauschußsitzung reichten wir (unsere Nachbarn und wir) Anfang November den kompletten Bauantrag ein.

Die Unterlagen waren nach etwas hin und her mit den Plänen bald zusammen gestellt. Es fehlten nur die Nachbarunterschriften. Von unseren mitbauenden Nachbarn war das natürlich kein Problem, man traf sich am Abend kurz und tauschte die Unterschriften aus. Aber unser 2ter Nachbar war das örtliche Forstamt. Also waren somit die Bayerischen Staatsforsten hier zuständig. Zuerst rief ich also in deren Zentrale in Regensburg an. Nach nur zwei Weiterleitungen bekam ich einen Herren ans Telefon der mir gleich den richtigen Ansprechpartner bei der örtlichen Forstverwaltung nannte.

Und ja, diese Person war berechtigt die Nachbarunterschrift zu leisten. Ich schickte Ihm also den Plan zur Unterschrift und nach ein paar Telefonaten und Klärung der Abstandsflächenregelung in der BayBO bekam ich zwei Tage später die Unterschrift.

Stolz schickte ich alle Unterlagen zu der Gemeinde. Wir waren uns nun unseres Erfolges sicher!

Kurz bevor ich nachfragen wollte wie es weiter geht, bekam ich ein Schreiben der Gemeinde, dass der Bauausschuß nun doch einige Dinge an unserer Planung auszusetzen hatte.
1. Unser Haus stand zu hoch (20 cm höher als in der ursprünglichen Planung) und vor allem höher als unsere Nachbarn. Die konnten jedoch aufgrund der Abstandsflächen nicht höher.
2. Die Höhenlage unserer Nachbarn war nicht sehr komfortabel aus den Plänen abzulesen.

Daher empfahl der Bauausschuß, der Gemeinderat möge doch beschließen uns ein Lattengerüst bauen zu lassen.

D.h. also ein Modell des Hauses im Maßstab 1:1 aus Holzlatten. Da das ganze aber für den Besichtigungstermin etwas länger stehen musste, muß man so etwas schon etwas stabiler bauen. Hinzu kam, dass dies nie mehr in diesem Jahr umzusetzen sei. Also zusätzliche Kosten und Zeitverzögerung.

Die letzet Gemeinderatssitzung im Jahr ist die Weihnachtssitzung und da kommen fast nie Punkte auf die Tagesordnung.

Jedoch stellt uns der verständnisvolle Bauamts-Mitarbeiter in Aussicht, dass wir vielleicht Chancen hätten, wenn wir unser Haus tiefer setzen würden. Also wurde kurzerhand das Gebäude einen halben Meter tiefer in den Hang gedrückt, und der Plan, zunächst als Datei an die Gemeinde gemailt.

Einige Stunden vor der Gemeinderatssitzung kam dann eine mail, dass das Haus noch tiefer soll, also nochmal in Windeseile hin gesetzt und das Haus nochmals tiefer (30cm) in den Hang gesetzt. Durch die Hanglage ist das zu verkraften. Gerade noch rechtzeitig konnte ich den Plan an die Gemeinde mailen, so dass dieser letzte Stand in der Sitzung behandelt wurde.

Unsere beiden Anträge waren fast die letzten Punkte auf der Tagesordnung. Nachdem nun mein Entwurf deren Vorstellung entsprach wurde die Bauantrag genehmigt (nur eine Gegenstimme). YES!
Sofort folgte eine SMS an meine Frau! „Wir haben es geschafft!“

Als nächstes kam der Antrag unserer Nachbarn. Bei dem besprechen des Planes fiel einem Gemeinderatsmitglied auf, dass der dargestellte Straßenverlauf nicht mit unserem übereinstimmte. Das war auch wirklich so, die Straße im Plan unserer Nachbarn war zu tief gezeichnet. Aufgrund dieser Unstimmigkeit wurde der Antrag unserer Nachbarn nicht abgestimmt und verschoben.

Und, jetzt kommt es: Da wir ja zusammen hängen, wurde der Beschluß der unseren Antrag betraf erst einmal wieder ausgesetzt.
SMS an meine Frau: „Die haben wieder zurück gezogen. Meine Güte …….“

Und auch das Lattengerüst kam wieder zur Sprache ….

Also ändern unsere Nachbarn nochmal Ihren Plan und wir hoffen nun, dass wir doch bei der Weihnachtssitzung behandelt werden.

Also gibt es noch einen Teil 4.

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